ANTHROPOSOPHIE
DURCH DIE GEISTESWISSENSCHAFT ZUR ANTHROPOSOPHIE
Anthroposophie heißt: Menschlichkeit zu verwirklichen – unabhängig von Herkunft und Religion. Anthroposophie in diesem Sinne kann nur entstehen durch das Studium der Geisteswissenschaft. Gleich einem Musiker, Mathematiker, etc., der seine Begabungen durch Studium und Übung verwirklicht.
Begabung zur Menschlichkeit unter Achtung der Kräfte der Natur hat jeder Mensch.
Wer im Sinne der Anthroposophie wirkt, für den wird das Studium der Geisteswissenschaft zum täglichen Bedürfnis.
Naturwissenschaft bringt die Technik hervor und mit ihr die künstliche Intelligenz.
Die Frucht der Geisteswissenschaft ist die Anthroposophie – die Menschlichkeit durch menschliche Intelligenz. Die Menschheit braucht beides.
Durch die Geisteswissenschaft wird sich zeigen, dass die menschliche Intelligenz der künstlichen Intelligenz weitaus überlegen ist.
Grundlagen der Geisteswissenschaft
Das Wesen des Menschen:
Die Geisteswissenschaft zeigt, dass der Mensch außer seinem Körper einen Lebensleib (Ätherleib) hat, der ihm die ganzen Lebensvorgänge ermöglicht, auch im Schlaf.
Die Seele (Astralleib) ermöglicht das Denken, das Fühlen und das Wollen.
Das Ich ist die geistige Instanz, die bewusst den eigenen Lebensweg schöpferisch und verantwortungsvoll in die Hand nimmt, mit der Perspektive eines Menschheitsorganismus der gegenseitigen Förderung.
Entwicklung des Bewusstseins vom Leben nach dem Tod und vor der Geburt (was nichts mit Reinkarnationstherapie und dergleichen zu tun hat).
Der Entwurf der eigenen Biografie vor der Geburt, die Möglichkeiten diese zu verwirklichen und die Bilanz im Leben nach dem Tod.
Nach dem Tod erlebt jeder die Wirkungen seiner eigenen Taten, das was andere durch ihn erlebt haben.
Die geistigen Gesetzmäßigkeiten, die die wiederholten Erdenleben verbinden, werden als Karma bezeichnet.
Karma ist die Chance, Einseitigkeiten kennenzulernen und es hilft diese zu überwinden. So bekommt jeder Mensch z. B. die Möglichkeit, das Leben einmal als Mann und das nächste Mal als Frau zu erleben, oder einmal als Choleriker und das andere Mal als Phlegmatiker zu leben.
Was aus Liebe getan wird, spiegelt im nächsten Leben zurück als Freude und daraus folgt Offenheit und Herzensinteresse für Mensch und Welt.
Geistige Führung
Leben im Vertrauen in die geistige Führung des Menschen und der Menschheit:
Engel, Erzengel, Zeitgeister,
Exusiai, Dynamis, Kyriotetes
Throne, Cherubim, Seraphim
der Logos.
Diese geistigen Wesen schaffen durch eine lange Entwicklung hindurch die Grundlage für den Menschen, damit wir das große tiefe Geheimnis entdecken können:
Liebe und Freiheit
Gegenkräfte
Was Goethe in seinem Faust mit Mephistopheles als Gegenkraft bezeichnet, gliedert die Geisteswissenschaft auf in ahrimanisch und luziferisch. «Luziferisch ist die Einseitigkeit des Egoismus und der Geringschätzung der Welt der Materie; ahrimanisch ist die Versuchung der Macht und die Täuschung, die nur das sinnlich Wahrnehmbare als Wirklichkeit gelten lässt.»
In den ursprünglichen Evangelientexten werden diese Gegenkräfte als Diabolos und Satanas bezeichnet.
Der Mensch hat die Aufgabe, immer wieder das Gleichgewicht zwischen diesen zwei Einseitigkeiten zu finden.
