Leben in der Liebe zum Handeln.
„Leben in der Liebe zum Handeln
und leben lassen im Verständnis des fremden Wollens
ist die Grundmaxime der freien Menschen“.
Dies ist die Kernaussage der „Philosophie der Freiheit“ von Rudolf Steiner.
Davor sagt er: „Nur der sittlich unfreie, der dem Naturtrieb oder einem angenommenen Pflichtgebot folgt, stößt den Nebenmenschen zurück, wenn er nicht dem gleichen Instinkt und dem gleichen Gebot folgt. Leben in der Liebe…“ Auf diese Unfreiheit weist die Philosophie der Freiheit von Anfang an hin, „ …ob die Vernunft, ob Zwecke und Entschlüsse auf gleicher Weise einen Zwang ausüben wie animalische Begierden“.
Im neunten Kapitel wird gezeigt, wie man zum Verständnis der Freiheit kommt: „Die Natur macht aus dem Menschen bloß ein Naturwesen, die Gesellschaft ein gesetzmäßig handelndes. Ein freies Wesen kann er nur selbst aus sich machen.“ Die Philosophie der Freiheit, sowie die ganze Geisteswissenschaft Rudolf Steiners ist eine hervorragende Selbstschulung zur Freiheit. Die Freiheit, als moralisch ethischer Mensch förderlich zu wirken, im Sinne der Menschlichkeit.
Und die Liebe zur Freiheit ermöglicht ein seelisches Gleichgewicht zwischen Denken, Fühlen und Wollen durch die Konzentration auf das Wesentliche. Sie gibt Kräfte im Tun, ist aufbauend im Denken und Fühlen und lässt sogar in Auseinandersetzungen das tiefe Interesse am Anderen nicht schwächer werden.
