Was ist Menschlichkeit?

Der Mensch hat außer seinem Körper eine Seele und einen Geist. Unser Körper, dieser geniale Organismus, spiegelt durch die Sinnesorgane unserem Bewusstsein die Wahrnehmungen. Wir machen durch unsere Handlungen unsere Innerlichkeit für Andere wahrnehmbar. Denken, Fühlen und Wollen sind Eigenschaften der Seele.

Der Intellekt wird als Maßstab für die Beherrschung des Denkens betrachtet. Unsere heutige zivilisierte Welt ist das Ergebnis dieses Intellektes: Gewaltige Machtkonzentrationen durch Geld und Technik, rasant fortschreitende Umweltzerstörungen, apokalyptische Perspektiven durch Kriege und Kriegsdrohungen mit Chemie- und Atomwaffen.

Liebe ist die Sehnsucht nach Einswerdung ohne sich zu verlieren.

In ihrer edelsten Form ist sie die Sehnsucht nach einer Menschheit der gegenseitigen Förderung: Eines gesunden Menschheitsorganismus. Der Intellekt kennt keine Liebe. Er kann nur durch die Intuition überwunden werden. Intuition ist in Wirklichkeit die Fähigkeit, mit dem eigenen Geist sinnvolle Gedanken gestalten zu können. Verwirklicht ermöglichen diese Gedanken die gegenseitige Förderung: Im Wirtschaftsleben durch Brüderlichkeit, im Rechtsleben durch Gleichheit und im Geistesleben durch Freiheit.

So wird Geld und Technik nicht zum Herrscher über uns Menschen, sondern zum Diener für die Menschlichkeit. In diesem Sinne heißt Menschlichkeit: Aus Erkenntnis handeln zu können zum Wohle jedes Einzelnen in der Menschheit.