Was kommt nach dem Tod?

Wir haben drei Perspektiven nach dem Tod: Der Materialist meint alles ist aus. Der Spiritualist hofft auf das Paradies. Die Dritte wäre die Möglichkeit, anhand von wiederholten Erdenleben  immer erkenntnisreicher und schöpferischer im Sinne der gegenseitigen Förderung zu werden. 

Der Blindgeborene (Joh. 9,1-7) bekommt einen Brei von Spucke und Erde auf seine Augen und wird dann sehend: Erde als Sinnbild der Wahrnehmung und Speichel als Sinnbild des ausgesprochenen Gedankens. Das heißt, wenn der Mensch Wahrnehmung und Begriff stimmig zusammen bringt wird er sehend, d.h. erkenntnisreicher.

Wiederholte Erdenleben bedeutet: Jede Biografie bietet Chancen, die man ergreifen und versäumen kann. Nach dem Tod erlebt man die Folgen seiner Taten und entwirft, unterstützt durch die geistige Welt, eine Biografie für ein weiteres Erdenleben. Es bietet die Möglichkeit auszugleichen, immer weniger zu versäumen und Ergriffenes weiter zu entwickeln.

Wiederholte Erdenleben sind eine sinnvolle Perspektive, um zwischen Materialismus und Spiritualismus eine Brücke zu bauen. Sie ermöglichen immer verantwortungsvoller an einer Menschlichkeit mitzugestalten, im Sinne der gegenseitigen Förderung. So dass zu der Eigenliebe des Egos die Nächstenliebe hinzukommen kann.